“Wandern” klingt irgendwie nach Kindheit. Und nach Protest “Nein, wir wollen nicht in die Berge, wir wollen ans Meer.” Ab einem gewissen Alter findet man dann doch Gefallen daran und wagt sich zu Fuß auf Höhenmeter, an die man früher nicht im Traum gedacht hat. “Früher” bedeutet in diesem Fall übrigens drei Stunden vor Ersteigen des Risserkogels. Als Beweis könnt Ihr hier jetzt die schöne Bergidylle von meiner bisher anstrengendsten Tour durch die Bayerischen Voralpen bewundern.
Der Film hat ein paar Längen. Wenn man ihn aber nicht bei eisigen Temperaturen im Kino am Olympiapark anguckt, sehr empfehlenswert. Leider kann man den Soundtrack ‘nur’ als CD kaufen. Mit einem Klick bei amazon oder iTunes wäre er schon in meiner Musikbib gelandet.
Es ist schon drei Wochen her, aber zwischendurch noch der Hinweis auf mein Interview bei “Ich mach was mit Büchern”. Den Button zu der Aktion von Leander Wattig habe ich für meine Seite noch schnell angepasst.
Man blickt immer in entsetzte Augen, wenn man von dem Kind im Zug erzählt, das sich die Zeit mit dem iPhone seines Vaters vertrieben hat, statt mit dem Bilderbuch. Aber solange immer noch ein schönes, auf Papier gedrucktes Bilderbuch vor dem Kind liegt und es nach dem Gucken auf dem iPhone oder iPad zum Buch greifen kann, ist doch alles gut. Es ist Platz für beide.
Kosten im iTunes Store 6,99 €
Kostenlose Light-Version zum Testen
52 Seiten mit 20 animierten Szenen
Entwickelt von www.atomicantelope.com/alice
Ein Barcamp mit einer konkreten Fragestellung zu besuchen, ist schwierig. Es schraubt automatisch die Erwartungen höher, auch wenn ich die Branche langsam kenne und weiß, die momentane Antwort scheint für sie das iPad zu sein. Der Blick über den Tellerrand fand auf dem Buchcamp kaum statt, keine Innovationen und viel Gerede über das E-Book. Wenn man daran denkt, dass die Angst, das gedruckte Buch irgendwann in den Weiten des Computer zu verlieren bis vor ein paar Monaten noch im Vordergrund stand, eine erstaunliche Entwicklung.
Nach Sätzen wie “Verlage haben noch nie Kontakt zu den Endkunden gehabt, warum sollten sie das ändern, bringt ihnen ja nichts.” musste Aufbauarbeit an meiner Person geleistet werden. Weil fast 70% der Deutschen mittlerweile online unterwegs sind, einschließlich unserer Kunden. Um sie zu finden, reicht ein kleiner Blick auf das Social Media Prisma!
Facebook hat knapp zehn Millionen Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland. Getreu dem Motto “Da sein, wo der Kunde ist” sollte man dort präsent sein und mitmachen. Die Betonung liegt auf dem “Mitmachen”: Nur dort zu sein, nützt nichts. Die Menschen reden online miteinander, also muss man das auch tun. Und miteinander zu reden heißt nicht, penetrante Werbebotschaften abzusetzen, sondern der Marke eine Persönlichkeit geben, zuzuhören, einen Mehrwert bieten und auch mal zu fragen, was wollen die Kunden eigentlich?
Kurzum: Was vom Buchcamp bleibt, sind die Erinnerung an ein prima Orga-Team, tolle Gespräche, nette Kontakte und die Herausforderung, die Menschen weiterhin für das Internet und seine Möglichkeiten zu begeistern. Mein Lieblingszitat, dass nach der Session “Digitale Geschäftsmodelle” auf dem Flipchart zu lesen war: “Immer mehr Aufwand” aber auch “Immer mehr Chancen”.
Das nächste Buchcamp soll am 7. und 8. Mai 2011 wieder auf dem Mediacampus Seckbach stattfinden.
Zum Abschluss die Antwort auf die Frage “Wie sieht die Zukunft des Buches aus?” von @medientechnik: “Schwarz und weiß. Auf Papier, mit Fadenbindung und Lesebändchen!”
Hier wird über all das gebloggt, was sich aus den Weiten des Netzes fischen lässt und mir beim Klicken, als Newsletter, RSS-Feed, per E-Mail, manueller Trackback oder auch auf diversen Veranstaltungen begegnet.
Es sei noch hinzugefügt, dass dies mein privates Blog ist und meine Meinung nicht unbedingt die meines Arbeitgebers wiedergibt.
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geht das noch? Sicher, Ihr findet mich in München, Deutschland und der Welt.