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Vogue vs. Modeblogger

Sonntag, 2. Mai 2010 | Autor: Nina

“Vogue-Chefin lädt Modeblogger ein” hätte die Überschrift lauten können. Hätte…

Es kommt nicht unerwartet, dass auch Modezeitschriften sich vor Bloggern fürchten. Die Schlagzeile lautete daher “Vogue-Chefin giftet über Blogger”. Die Chefredakteurin sei verstimmt, da sich die Modeblogs zu einer Konkurrenz entwickelt hätten. Sie würden der Vogue aber auch zugute kommen, da diese ja doch ein besseres Verständnis von Mode habe, als so mancher Blogger.

Die Sache mit dem Verständnis hätte man nutzen können. Vogue besitzt die Kompetenz und auch den Zugang zur Modewelt. Wie immer an dieser Stelle: Deswegen sollte man den Bloggern diese Kompetenzen aber nicht absprechen. Guckt man sich im Netz mal um und surft durch die Welt der Modeblogs, sind dort  eine Menge guter Blogs vertreten, die mittlerweile nicht nur von den Modeunternehmen entdeckt werden. Vogue könnte sich als Netzfischerin darstellen, die guten Blogs vorstellen, Kontakt zu ihnen aufnehmen, sie vielleicht sogar integrieren und sich die frische und unbekümmerte Art zu Nutzen machen. Damit hätte man sich gleich die nächste Generation der Vogue Leser und Leserinnen gesichert. Hätte man, hat man aber nicht.

» Vogue-Chefin giftet über Blogger, Meedia, 26.04.2010
» Modeblogger: Die Macht der Straße, Zeit online, 18.02.2010

Thema: mode, tatendrang | Beitrag kommentieren

“Der Trend wird genäht”

Mittwoch, 25. Februar 2009 | Autor: Nina

In der achten Klasse wollten wir ein eigenes Modelabel gründen, haben uns einen tollen Namen ausgedacht und waren enttäuscht, als wir diesen auf dem Pullover einer Klassenkameradin (heißt das noch so?) lesen mussten.

Schneiderpuppen

Trotzdem haben uns die Modezeitschriften von Burda weiter fasziniert. Wir rannten in selbst genähten Hosen und Röcken rum und waren wahnsinnig stolz, dass wir diese selbst fabriziert hatten. Die Schnittmuster kamen aus den Zeitungen oder aus dem Stoffladen in der nächsten Stadt.

Heute steht die Nähmaschine im Keller und staubt vor sich hin. Die Modezeitschrift Burda gibt es immer noch, auch wenn sie in die Jahre gekommen ist. Die Schnittmuster kann man sich zwar mittlerweile online bestellen, aber herunterladen?

ww.burdastyle.com macht es in den USA, Australien und England schon möglich. Die Seite hat sich irgendwann letztes Jahr in meine Bookmarks verirrt und wurde gerade dank eines Interviews mit Nora Abousteit wieder reaktiviert. Nach dem Konzept DIY-Fashion (do-it-yourself-Fashion) wurde das Erbe des Hauses Burda in ein neues Konzept verpackt, leider noch nicht in Deutschland- scheint aber geplant zu sein.

Die Seite verbirgt eine Community, in der Nutzerinnen und Nutzer Schnittbögen herunterladen können, sowohl für den Drucker zu Hause, als auch in der Größe für den Copyshop nebenan (gilt nur für die, die von burdastyle eingestellt wurden). Das Herz sind die Entwürfe der Community, die man bewerten, kommentieren und als Favoriten markieren kann.  Es werden Wettbewerbe ausgeschrieben, die Community wählt die schönsten Designs aus und diese werden dann auch professionell umgesetzt. Durch einen Klick weiß jeder bei Facebook, welches Lieblingsschnittmuster man gerade hat, man kann sich untereinander vernetzen, an die profileigenen Wall Nachrichten schreiben etc.

Das Erlösmodell (Werbung, Download, Affiliatemarketing etc.) klingt ausgeklügelt und ich bin gespannt, ab wann es eine deutsche Version gibt und wie diese dann ankommt. Eine Integration von DaWanda (bzw. Kooperation), wie es bereits bei burdafashion.com der Fall ist, wäre dann sicher auch nicht schlecht.

So, dann gehe ich mal die Nähmaschine entstauben…

Thema: netzfischerin | Beitrag kommentieren