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KATWARN: Infos im Katastrophenfall

Katwarn

Ob Unwetter, Bombenfunde oder andere Katastrophen: Wie kann man die Bevölkerung über welche Kanäle warnen? Das System KATWARN bietet die Info über die App, per sms oder E-Mail an.

Natürlich wünsche ich mir, dass KATWARN nicht zum Einsatz kommen muss. Trotzdem finde ich gut, dass es das System gibt. Schon beim Bombenfund in Schwabing, bei den Terrorwarnungen in den letzten Jahren oder auch zur Wiesn habe ich mich gefragt, wie man eigentlich die Bevölkerung im Falle einer Katastrophe außer über das Radio offiziell informieren möchte. KATWARN ist die Antwort.

Was ist Katwarn?

KATWARN ist ein Service, der offizielle Warninformationen per App, SMS oder E-Mail verbreitet. In Betrieb genommen wurde das System, das von Fraunhofer FOKUS im Auftrag der öffentlichen Versicherer entwickelt wurde, bereits 2010. Der Bekanntheitsgrad wächst sehr langsam, was sicher auch an der Bereitschaft der zuständigen Stellen liegt, diese Art als zusätzlichen Informationskanal zu nutzen. Mitmachen können die zuständigen Stellen gegen eine Gebühr von 15.000 € und einen jährlichen Betrag von 3.000 €. Welche Landkreise, Städte etc. KATWARN bisher nutzen, könnt Ihr Euch direkt auf der Seite angucken.

Die Stadt München ist seit September 2014 mit dabei. Angedockt ist es bei der Leitstelle der Berufsfeuerwehr München. Zum Oktoberfest wurde 2014 eine Benutzergruppe “Oktoberfest” angelegt, die alle Standbetreiber informieren sollte. Für 2015 will man diesen Service auch für Besucher erweitern.

Neben den offiziellen Warnungen der Kommunen, wird die App auch noch vom Deutschen Wetterdienst bestückt, der für Unwetterwarnungen in Deutschland zuständig ist.

Wie funktioniert Katwarn?

Logo KATWARNLaut KATWARN gibt es nicht nur die offizielle Warnmeldung raus, sondern teilt dem Nutzer auch noch mit, wie man sich im entsprechenden Fall verhalten soll. Die Warnungen kann man entweder per App, was ich bevorzuge oder auch per sms oder E-Mail enthalten. Die App gibt es mittlerweile für iOS, Android oder Windows.

App

Die Warnungen in der App kann man einstellen

  • für bis zu sieben frei wählbare Orte
  • für den aktuellen Standort (Schutzengel)

Für die so genannte Schutzengel-Funktion muss die Hintergrundaktualisierung aktiviert sein. Bei meinem iPhone 6 habe ich keinen gravierenden Akkuschwund feststellen können. Um die Funktionen zu testen, kann man auch einen Testalarm aktivieren.

SMS oder E-Mail

Für die Benachrichtigung per SMS oder E-Mail schickt man eine SMS an die Servicenummer 0163 755 88 42 mit folgenden Inhalt:

KATWARN 12345 meine@email-adresse.de

Die 12345 durch die gewünschte Postleitzahl und meine@email-adresse.de durch die gewünschte E-Mail Adresse ersetzen.

Benachrichtigungen gibt es in diesem Fall nur zu einem Postleitzahlengebiet, Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gibt es über SMS und E-Mail nicht.

Barrierefrei

Erinnert sich noch jemand an den Bombenfund und die Sprengung in Schwabing? Die Info übers Radio kam quasi zeitgleich zur Sprengung. Nebst der verspäteten Info habe ich mich damals gefragt, wie Gehörgeschädigte an die Infos gekommen sind. Ein Vorteil von KATWARN ist daher auch die Barrierefreiheit. Die App ist zudem, im Vergleich zu anderen, auch noch sehr einfach zu bedienen und nicht mit Infos überfrachtet.

Die Sache mit der Bekanntheit

Der Bekanntheitsgrad von KATWARN lässt leider noch zu Wünschen übrig. Auf der einen Seite gut, weil es zeigt, dass wir es in dieser Form noch nicht dringend benötigt haben. Auf der anderen Seite auch schlecht, weil es uns im Katastrophenfall fehlen kann.

Wenn Ihr mehr erfahren wollt, dann empfehle ich einen Blick auf die gerade frischgelaunchte Homepage www.katwarn.de

Weitere APPs

Mittlerweile gibt es auch eine App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK). Ihr findet Sie unter dem schönen Namen NINA im App-Store. In diesem Fall ist NINA die Abkürzung für Notfall-Informations- und Nachrichten-App. Auf den ersten Blick wirkt sie überfrachtet, den zweiten hole ich bei Gelegenheit noch nach.

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Netzfischerin und digitale Nomadin. Nina Reddemann oder ninare. Bloggt, twittert, facebooked und freut sich jeden Tag über die Möglichkeiten, die das Internet bietet.

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