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„Der Lack ist ab“ – Die Webserie

Screenshot Webserie "Der Lack ist ab"

Ideen, die mit Freunden beim Abendessen entstehen, sind meistens die besten. Leider werden die wenigsten in die Tat umgesetzt. Die Webserie „Der Lack ist ab“ ist da eine tolle Ausnahme.

Ich sage es gleich, ich bin von der Session „Film & TV Made in Germany – Meet the Team“ auf der re:publica beeinflusst. Dort haben der Schauspieler Kai Wiesinger, der hier sein Regiedebüt vorlegt, Schauspielerin Bettina Zimmermann, Manuel Uhlitzsch von MyVideo und Tac Romey von Phantomfilm ihr Projekt „Der Lack ist ab“ mit solch einer Begeisterung vorgestellt, dass ich mir nachts im Hotel die ersten Folgen gleich angeguckt habe und nach zehn Folgen nun hoffe, dass es irgendwann weitergeht.

„Der Lack ist ab“ ist eine Serie für Mittvierziger, die sich mit den Herausforderungen des modernen Familienlebens auseinandersetzen will. Sehr neurotische, komische und manchmal auch ernsthafte Dialoge in den zehnminutigen Folgen, machen das ganze sehr kurzweilig. Jede Folge beschäftigt sich mit einem anderen Thema, das webkonform mit einem Hashtag im Titel angekündigt wird: #doityourselfie, #shadesofgrey oder #testament.

Produziert wurde ohne redaktionell einschneidende Beteiligung von TV-Sendern (mal abgesehen davon, dass es sich bei MyVideo um eine Tochterfirma der ProSiebenSat.1 Group handelt), die anscheinend Auflagen haben, denen man nicht allen Glauben schenken mag. („Ein bisschen mehr Krimi muss schon sein“ oder „Dienstags muss die Tapete im Hintergrund aber schon gelb sein.“). Am Anfang stand die Finanzierung noch auf sehr wackeligen Beinen, so Wiesinger auf der re:publica, mittlerweile wird das Format neben Produktplacement auch durch Sponsoring von Vodafone und Opel finanziert.

Gespielt werden die Inhalte auf allen Kanälen. Mit MyVideo hat es angefangen, seit Neuesten sind die Videos auch auf YouTube und zumindest die erste Folge auch auf Facebook zu finden, die der ProSiebenSat.1 Group zugehörigen Portalen nicht zu vergessen. Für MyVideo ist es die erste eigene Webserie, weitere sollen folgen.

Ob die Mini-Serie irgendwann den Sprung ins TV schafft? Das Zeug dazu hätte sie!

 

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Netzfischerin und digitale Nomadin. Nina Reddemann oder ninare. Bloggt, twittert, facebooked und freut sich jeden Tag über die Möglichkeiten, die das Internet bietet.

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