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Flinkster

Donnerstag, 15. September 2011 | Autor:

Rennsemmel

Rennsemmel

Ich gehöre zu den Menschen, die kein Auto haben, dass die ganze Woche unbenutzt rumsteht oder nicht bewegt wird, weil man gerade mal einen Parkplatz gefunden hat. Ich düse meistens bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad durch München und in die Ferne geht es mit Bahn, Mietwagen oder Flugzeug.

Bei Wind & Wetter macht es natürlich nicht immer Spaß mit dem Fahrrad unterwegs zu sein und schon gar nicht, wenn es sich um Strecken im zweistelligen Kilometerbereich handelt. Wie praktisch, dachte ich, als ich plötzlich vor einem rot weißen und mit dem Namen “Flinkster” gebrandeten Auto stand. Ein Auto, das ich, wann immer ich will, per Telefon oder App ausleihen kann und von dem es in München so viele gibt, dass auch in meiner Nähe fast immer eins frei ist. Also nichts wie angemeldet und einen Selbstversuch gestartet.

Der Selbstversuch hat sich mittlerweile auf mehrere Fahrten ausgedehnt, zwischendurch hatte ich fast eine Standleitung zum Servicecenter und die gedachte Flexibilität ist dank diverser technischer Probleme des Öfteren mal abhanden gekommen.

Fahrt Nummer 1
Per App gebucht. 15 Minuten vor Fahrtantritt gibt es immer eine SMS mit dem aktuellen Standort. In diesem Fall war es der Rosa-Aschenbrenner-Bogen in München, der dank Google Maps auch ganz leicht zu finden war. Weniger leicht zu finden war das Auto. Nach 5 Minuten suchen, führte der Griff zum Handy um die Hotline anzurufen.

“Ja, das GPS-Signal ist leider noch sehr ungenau. Das Auto steht in der Elisabethstraße.”

Prima, ist ja nur eine Viertelstunde Fußweg von der eigentlichen Stelle entfernt. Und ja, wie nett, dass ich erst ab dem Zeitpunkt bezahlen muss, ab dem ich das Auto gefunden habe. 20 verpasste Minuten sind übrigens für Terminplanungen, die sich auf flexible Autos verlassen, nicht optimal. Immer gut, dass man im Selbstversuch eine halbe Stunde Puffer einbaut.

Fahrt Nummer 2
Die Lehre aus der ersten Fahrt war, dass ich mir ein Auto ausgesucht habe, das quasi direkt vor der Tür stand. Hat sehr gut geklappt. Mit der kleinen Rennsemmel bin ich dann auch von Termin zu Termin gefahren, um es am Abend im Quartier wieder abzugeben. Quartier bedeutet, dass die Autos in einer von Flinkster definierten Zone, genannt “Quartier” wieder abgegeben werden müssen. In München gibt es davon einige, ist daher kein Problem. In diesem Fall offenbarte sich das Problem die Herausforderung beim Abgeben, dazu ein kurzer Exkurs, wie das Leihen eigentlich funkti weiter…

Thema: selbstversuch, tatendrang, unterwegs | Beitrag kommentieren

Vogue vs. Modeblogger

Sonntag, 2. Mai 2010 | Autor:

“Vogue-Chefin lädt Modeblogger ein” hätte die Überschrift lauten können. Hätte…

Es kommt nicht unerwartet, dass auch Modezeitschriften sich vor Bloggern fürchten. Die Schlagzeile lautete daher “Vogue-Chefin giftet über Blogger”. Die Chefredakteurin sei verstimmt, da sich die Modeblogs zu einer Konkurrenz entwickelt hätten. Sie würden der Vogue aber auch zugute kommen, da diese ja doch ein besseres Verständnis von Mode habe, als so mancher Blogger.

Die Sache mit dem Verständnis hätte man nutzen können. Vogue besitzt die Kompetenz und auch den Zugang zur Modewelt. Wie immer an dieser Stelle: Deswegen sollte man den Bloggern diese Kompetenzen aber nicht absprechen. Guckt man sich im Netz mal um und surft durch die Welt der Modeblogs, sind dort  eine Menge guter Blogs vertreten, die mittlerweile nicht nur von den Modeunternehmen entdeckt werden. Vogue könnte sich als Netzfischerin darstellen, die guten Blogs vorstellen, Kontakt zu ihnen aufnehmen, sie vielleicht sogar integrieren und sich die frische und unbekümmerte Art zu Nutzen machen. Damit hätte man sich gleich die nächste Generation der Vogue Leser und Leserinnen gesichert. Hätte man, hat man aber nicht.

» Vogue-Chefin giftet über Blogger, Meedia, 26.04.2010
» Modeblogger: Die Macht der Straße, Zeit online, 18.02.2010

Thema: mode, tatendrang | Beitrag kommentieren