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Buchcamp 2010

„Wie sieht die Zukunft des Buches aus?“

Ein Barcamp mit einer konkreten Fragestellung zu besuchen, ist schwierig. Es schraubt automatisch die Erwartungen höher, auch wenn ich die Branche langsam kenne und weiß, die momentane Antwort scheint für sie das iPad zu sein. Der Blick über den Tellerrand fand auf dem Buchcamp kaum statt, keine Innovationen und viel Gerede über das E-Book. Wenn man daran denkt, dass die Angst, das gedruckte Buch irgendwann in den Weiten des Computer zu verlieren bis vor ein paar Monaten noch im Vordergrund stand, eine erstaunliche Entwicklung.

Nach Sätzen wie „Verlage haben noch nie Kontakt zu den Endkunden gehabt, warum sollten sie das ändern, bringt ihnen ja nichts.“ musste Aufbauarbeit an meiner Person geleistet werden. Weil fast 70% der Deutschen mittlerweile online unterwegs sind, einschließlich unserer Kunden. Um sie zu finden, reicht ein kleiner Blick auf das Social Media Prisma!

Facebook hat knapp zehn Millionen Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland. Getreu dem Motto „Da sein, wo der Kunde ist“ sollte man dort präsent sein und mitmachen. Die Betonung liegt auf dem „Mitmachen“: Nur dort zu sein, nützt nichts. Die Menschen reden online miteinander, also muss man das auch tun. Und miteinander zu  reden heißt nicht, penetrante Werbebotschaften abzusetzen, sondern der Marke eine Persönlichkeit geben, zuzuhören, einen Mehrwert bieten und auch mal zu fragen, was wollen die Kunden eigentlich?

Kurzum: Was vom Buchcamp bleibt, sind die Erinnerung an ein prima Orga-Team, tolle Gespräche, nette Kontakte und die Herausforderung, die Menschen weiterhin für das Internet und seine Möglichkeiten zu begeistern. Mein Lieblingszitat, dass nach der Session „Digitale Geschäftsmodelle“ auf dem Flipchart zu lesen war: „Immer mehr Aufwand“ aber auch „Immer mehr Chancen“.

Das nächste Buchcamp soll am 7. und 8. Mai 2011 wieder auf dem Mediacampus Seckbach stattfinden.

» buchcamp.mixxt.de
» Richard K. Breuer bloggt „Über die Zukunft des Buches“

Zum Abschluss die Antwort auf die Frage „Wie sieht die Zukunft des Buches aus?“ von @medientechnik: „Schwarz und weiß. Auf Papier, mit Fadenbindung und Lesebändchen!“

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Netzfischerin und digitale Nomadin. Nina Reddemann oder ninare. Bloggt, twittert, facebooked und freut sich jeden Tag über die Möglichkeiten, die das Internet bietet.

1 Kommentare

  1. die Zukunft des Buches = zeitloses Buch = “Schwarz und weiß, auf Papier, mit Fadenbindung und Lesebändchen!”

    gefällt mir 🙂

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